Systemische Basis

Unser Verständnis

Systemisches Coaching - Passendes Konzept

In der Beratung und im Coaching sind viele Theorien und Modelle im Einsatz. Keine allein ist richtig oder falsch. Aber jede kann auf den Einzelnen bezogen passend oder unpassend, sehr oder wenig hilfreich sein. Die Kunst sehen wir darin, für diesen speziellen Menschen oder dieses spezielle Team das passende Konzept zu entwickeln. Denn jeder Mensch und jedes Team ist anders, hat einen anderen Hintergrund, eine andere Geschichte. Keiner gleicht dem anderen, auch wenn vieles ähnlich sein kann.

Diesen Kontext zu berücksichtigen und zu würdigen, betrachten wir als wichtigste Voraussetzung für eine gelingende und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Daher arbeiten wir auf Basis eines methodenübergreifenden Beratungskonzeptes mit systemischem Schwerpunkt nach Virginia Satir und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Carl R. Rogers. Außerdem nach dem Coachingverständnis von Sonja Radatz und John Blakey/Ian Day.

 

Ressourcen (nach Virginia Satir)

Virginia Satir ging stets davon aus, dass der Mensch an sich gut sei und maximales Vertrauen verdient. Sie war ferner davon überzeugt, dass jede Person die Ressourcen hat, Probleme zu bewältigen, sofern man ihr einen Rahmen aufzeigt, in dem Veränderungen möglich sind.

 

Positive Wertschätzung (nach Carl R. Rogers)

Für Carl R. Rogers waren drei Grundhaltungen dem Klienten gegenüber ausschlaggebend: Echtheit (Kongruenz), positive Wertschätzung (Akzeptanz) und einfühlendes Verstehen (Empathie) – diese Punkte halten auch wir in unserer Arbeit für entscheidend. Hinzu kommt das Vertrauen in den Prozess und in die Grundlagen des Klienten.

 

Alles in allem legen wir größten Wert auf eine lösungsorientierte Vorgehensweise, die unsere Klienten stützt und stabilisiert und ihnen neue Sicht- und Verhaltensweisen aufzeigt. Dadurch eröffnen sich neue Handlungsalternativen, neuer Bewegungsspielraum und neue Entscheidungsfreiheiten. Veränderung und Problemlösung wird möglich.

 

Beratung ohne Ratschlag (nach Sonja Radatz)

Sonja Radatz definiert systemisches Coaching als Beratung ohne Ratschlag – eine Beziehung zwischen Coach und Coachee, in der der Coach die Verantwortung für die Gestaltung des Coachingprozesses und der Coachee die inhaltliche Verantwortung übernimmt – also die Verantwortung und Motivation dafür, an seiner Aufgabenstellung zu arbeiten.

 

Es handelt sich dabei um eine partnerschaftliche, gleichberechtigte Zusammenarbeit. Der Klient beauftragt den Coach, ihn zu unterstützen, z.B. bei der Standortbestimmung, bei der Definition von Zielen und beim Entwickeln von Visionen, beim Erarbeiten von Problemlösungs- und Umsetzungsstrategien, bei Veränderungs- und Neuorientierungsprozessen. Durch diese handlungsorientierte Interaktion gewinnt der Klient an Klarheit und Kompetenz, neue Perspektiven und Wege öffnen sich für ihn.

 

Mit „systemisch’ ist die Perspektive gemeint: Nicht nur die Einzelperson wird betrachtet, sondern der Mensch im Wechselspiel dieses Feldes, dieses Systems (z.B. des Teams, der Firma, der Familie), das ihn oder sie umgibt und beeinflusst. Aber auch von ihm oder ihr beeinflusst wird. Dadurch verlagert sich der Fokus von der Eindimensionalität zur Mehrdimensionalität und damit zur Ganzheitlichkeit:

 

Alles hängt mit allem zusammen. 

 

Das Privatleben beeinflusst das Berufsleben, der berufliche Erfolg oder Misserfolg beeinträchtigt unser Familienleben. Partnerschaftliche Probleme belasten unsere Gesundheit, gesundheitliche Probleme beeinträchtigen unser Berufs- und Privatleben. Alles ist mit allem verbunden.