Co-Abhängigkeit

Erwachsene Kinder aus Suchtfamilien

Suchtfamilien sind dysfunktionale Familien, in denen sich alles um den oder die Suchtkranken in der Familie dreht. Kinder solcher Familien geraten ebenfalls in den Teufelskreis von Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit und entwickeln Anpassungsstrategien, um zu überleben.

 

Doch diese Anpassungen an ein destruktives System haben einen hohen Preis, den die Kinder auch im Erwachsenenalter noch zahlen – oft ohne den Zusammenhang herzustellen. 

 

Unbewusst suchen sie sich später erneut Partner, die an einer Suchtkrankheit leiden und geraten selbst wieder in eine Co-Abhängigkeit. Manche entwickeln eine eigene Suchtkrankheit.

 

Allen ist eigen, dass sie nicht ihr volles Potenzial leben, sondern verstrickt bleiben in Abhängigkeit und in destruktiven Beziehungen.

 

"Vergessene Kinder"

Man nennt die Kinder aus Suchtfamilien, meist alkoholbelasteten Familien, auch die „Vergessenen Kinder“. Vergessen deshalb, weil sie gut funktionieren und auch beruflich erfolgreich sind. Nach außen hin scheint alles in Ordnung zu sein. Aber in ihnen sieht es anders aus und viele leiden an folgenden Symptomen:

 

  • Isolation – "Wie es in mir drinnen aussieht, geht keinen etwas an!"
  • Leere – Beziehungsabstinenz oder ohne Beziehung nicht lebensfähig?
  • Heimatlosigkeit – "Wo kann ich mich endlich sicher und zuhause fühlen?"
  • Entwertung und Wertverschiebung – "Was ist richtig und was ist falsch?"
  • Täuschung und Selbstbetrug – "Ist doch alles in Ordnung."
  • Verstrickung – Im Sog weiterer Abhängigkeiten (Spielsucht, Medikamentensucht)
  • Schuld, Scham und Sehnsucht – "Ich fühle mich schuldig. Ich schäme mich."

 

Wenn mehrere Merkmale bei Ihnen antriggern, empfiehlt sich ein Blick in Ihre Familiengeschichte. Wir unterstützen Sie einfühlsam dabei mit

 

- Familienrekonstruktion

 

- Genogrammarbeit

 

- Aufstellungen und

 

- Familienskulptur nach Virginia Satir