Beziehungsprobleme

Destruktive Beziehungen

Es gibt sicherlich niemanden, der nie Beziehungsprobleme hat. Das ist ein Stück weit normal, denn wir alle haben in unseren Herkunftsfamilien unterschiedliche Dinge NICHT gelernt, z.B. konstruktiv streiten, Gefühle zeigen oder kontrollieren, Rücksicht nehmen etc.

 

Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass sich bei Ihnen außerordentlich oft das gleiche Beziehungsmuster wiederholt, dann lohnt es sich genauer hinzuschauen:

 

  1. Haben Sie vorwiegend Partner, die selbst Beziehungsprobleme haben oder hatten?
  2. Halten Sie an Beziehungen fest, auch wenn Sie Ihnen nicht (mehr) gut tun?
  3. Misstrauen Sie häufig Ihren Gefühlen und auch denen der anderen?
  4. Haben Sie schon Mitleid mit Liebe verwechselt?
  5. Fühlen Sie sich öfters von einzelnen Personen oder von Ihrem Umfeld ausgenutzt oder benutzt?
  6. Finden Sie es leicht, für andere da zu sein, aber schwer, gut für sich selbst zu sorgen?
  7. Sorgen Sie lieber für andere als für sich selbst?
  8. Fühlen Sie sich lebendiger, wenn es in Ihrem Beziehungsleben drunter und drüber geht, wie wenn alles glatt läuft?
  9. Wünschen Sie sich, endlich ganz und vollständig angenommen zu werden? Ihre Erfahrung zeigt aber, dass das nie lange funktioniert?
  10. Wenn Sie in einer Beziehung sind, dann absorbiert sie diese ganz und gar und Sie denken kaum noch an anderes?
  11. Würden Sie sich als absoluten Perfektionisten bezeichnen?
  12. Würden Sie sich selbst als Kontrollfreak bezeichnen oder bezeichnen Ihre Freunde oder Kollegen Sie so?
  13. Stellen Sie an sich zwanghaftes Verhalten fest?
  14. Fällt es Ihnen schwer, Ihre Fähigkeiten und Talente zu sehen und anzuerkennen?
  15. Streben Sie immerzu nach Anerkennung und Bestätigung?

Mehr als 5 Fragen mit JA beantwortet?

 

Dieser Fragenkatalog ist ein Auszug  aus Al-Anon – Erwachsene Kinder von Alkoholikern.

Denn:

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit

Sind auch Sie in einer Familie mit einem Suchtkranken groß geworden? Dann steht zu vermuten, dass Sie an dem leiden, was als Co-Abhängigkeit bezeichnet wird. Das betrifft nicht nur die Partner von Abhängigen, sondern auch die Kinder!

 

Literaturtipp: Ursula Lambrou, Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit. Rowohl Taschenbuch € 9,99